50 Jahre IT-Geschichte an der FAU

Das RRZE ludt in seinem Jubiläumsjahr zur Vortragsreihe „50 Jahre IT-Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg“ ein. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rechenzentrums, Ehemalige und Wegbegleiter brachten interessierten Besucherinnen und Besuchern in sechs Vorträgen die Entwicklungsgeschichte der Kommunikations- und Informationstechnologie an der Friedrich-Alexander-Universität näher und berichteten über die Wandlung des einstmaligen Zwölf-Mann-Betriebs mit anfangs nur einem Großrechner hin zum städteübergreifenden IT-Dienstleister und aktiven Partner für Forschung und Lehre.

Alle Vorträge dieser Jubiläumsreihe waren auch für die Öffentlichkeit zugänglich und kostenlos. Sie fanden während des Jubiläumsjahres 2018 donnerstags vom 26.4. – 14.6.18 von jeweils 15:00 – 16:30 Uhr im Rechenzentrum statt.

Wer einen der Vorträge verpasst hat: Kein Problem, es gibt von allen Einzelveranstaltungen eine Aufzeichnung! Also reinschauen und etwas Spannendes dazulernen.

 

Donnerstag, 26.04.2018

Das Kommunikationsnetz der FAU – von den Anfängen bis heute

Die wilden Aufbauzeiten der Kommunikationsnetze sind vorbei. Heute stehen hauptsächlich Preiskampf, Skandale und kriminelles Handeln im Vordergrund. Dr. Peter Holleczek und Uwe Hillmer berichten über durchlebte Epochen des FAU-Netzes, den ersten Schuss in den 70ern, das Leben vor dem Internet, die technischen Prinzipien, die Umbrüche und „Lerngegenstände“ und ihre eigene Faszination. Exponate und ein wiedererwecktes Netz aus den 80er-Jahren dienen dabei als Anschauungsmaterial.

Referenten: Dr. Peter Holleczek, Dipl.-Math. Uwe Hillmer

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Donnerstag, 03.05.2018

20 Jahre Uni TV – das Filmteam der FAU

Was einst als Anwendungsprojekt des Rechenzentrums (RRZE), des Bayerischen Rundfunks (BR) und des Instituts für Rundfunktechnik (IRT) begann, um Hochgeschwindigkeitsnetze zur Produktion und Verbreitung von multimedialem Lehrmaterial zu testen, ist heute eine etablierte Dienstleistung, die aus einem Universitätsbetrieb nicht mehr wegzudenken ist. Vorlesungsaufzeichnungen werden als spürbare Erleichterung im Studienalltag empfunden, denn sie dienen zur Wiederholung und Nachbereitung, zur Prüfungsvorbereitung aber auch dazu, um trotz ungünstiger Studienbedingungen am Lehrbetrieb teilnehmen zu können. Hinter „UNI-TV“ steht seit 20 Jahren ein engagiertes RRZE-Team, das mithilfe neuester Multimedia-Technik die Anlaufstelle für professionelle Videoproduktionen an der FAU geworden ist und inzwischen eines der größten Online-Archive für universitäre Videoaufnahmen in Deutschland betreibt.

Referent: Dipl.-Inf. Michael Gräve

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Donnerstag, 17.05.2018

Nicht ohne Ausbildung – das Rechenzentrum bereitet auf’s Berufsleben vor

IT-Könner haben’s leichter: Der sichere, effiziente Umgang mit Anwendersoftware von Word über Excel bis Photoshop zählt zu den Schlüsselqualifikationen in Studium und Beruf. Daher bietet das IT-Schulungszentrum des RRZE eine breite Palette an ein- und mehrtägigen Kursen an. Praxisnahe Beispiele, kleine Gruppen, von erfahrenen Erwachsenenpädagogen erstellte Konzepte, eine ausgefeilte Aus- und Weiterbildung der Trainer – all das trägt dazu bei, dass sich das IT-Schulungszentrum des RRZE inzwischen vom Ein-Mann-Betrieb zu einem der größten universitären IT-Schulungsanbieter in Bayern entwickelt hat.

„Learning on the Job“ ist das Fundament der Fachinformatikerausbildung am RRZE, die dieses Jahr 20jähriges Jubiläum feiert. Komplett praxisnah arbeiten, bei Projekten aktiv mitwirken, neue Projekte eigenverantwortlich durchführen und dabei immer über den Tellerrand hinausschauen ‒ das ist der Arbeitsalltag der Auszubildenden am RRZE.

Referenten: Sabine Düring, Andrea Kugler

 

Donnerstag, 24.05.2018

Vor 50 Jahren fing alles an – Rechnertechnik von damals bis heute

Lochkarten, Kassette oder Diskette? Der jungen Generation dürfte weder das eine noch das andere geläufig sein. Daran lässt sich erkennen, wie schnell sich die Computertechnik entwickelt. Blickt man sogar 50 Jahre zurück, also bis zu den Anfängen des Rechenzentrums, erscheint die damalige Computertechnologie fast mittelalterlich. 1968 wurde die Rechenanlage CD 3300 am Rechenzentrum (RRZE) der FAU in Betrieb genommen und setzte lange die Messlatte für nachfolgende Systeme, die zwar deutlich höhere Rechenleistungen bereitstellten, in Bezug auf Bedienung und Steuerbarkeit aber häufig weniger Flexibilität besaßen. Gert Büttner, Hans Cramer und Bernd Thomas lassen die wichtigsten Entwicklungsschritte Revue passieren und plaudern aus dem Nähkästchen über alte Zeiten mit Cyber, IBM, Olivetti und Co.

Referenten: Dipl.-Math. Gert Büttner, Dipl.-Ing. Hans Cramer, Dipl.-Ing. Bernd Thomas

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Donnerstag, 07.06.2018

Der unstillbare Hunger nach Rechenleistung: 25 Jahre High Performance Computing am RRZE

Das RRZE war schon immer ein wissenschaftliches Rechenzentrum, in dem Forscher alle möglichen Fragestellungen bearbeiten, für die Computer hilfreich sind. Aber erst seit Anfang der 1990er Jahre sind in Erlangen dedizierte Systeme für das „Number Crunching“ verfügbar, deren Architektur speziell auf den Umgang mit großen Datenmengen und anspruchsvollen numerischen Problemen zugeschnitten war. Diese Hochleistungsrechner unterschieden sich deutlich von den damals bereits allgegenwärtigen PCs, die auf und unter jedermanns Schreibtisch zu finden sind. Deswegen, und auch wegen ihrer Unzugänglichkeit in abgeschotteten klimatisierten Rechnerräumen, umgibt diese Supercomputer schon immer ein Hauch des Geheimnisvollen: Wozu braucht man sowas, wer nutzt es, und was kostet es? Dr. Jan Eitzinger wirft historische Schlaglichter auf die Erlanger Superrechner, zeigt ihre Möglichkeiten und Grenzen auf und erklärt, wofür sie von Wissenschaftlern genutzt werden.

Referent: Dr.-Ing. Jan Eitzinger

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Donnerstag, 14.06.2018

Von der Administratorbetreuung zum professionellen Identity Management

Zu Beginn der Nutzung von Rechenanlagen in Betrieben, Universitäten und Verwaltungen war die Menge der Anwender so begrenzt, dass der Benutzerverwaltung deshalb wenig Aufmerksamkeit geschenkt werden musste. Die wenigen Anwender wurden vom Administrator ihres Rechners verwaltet. Erst mit der Vernetzung von Rechnern wurden damit begonnen Benutzerverwaltungen aufzubauen, um Daten zentral zu verwalten und an angeschlossene Rechner zu verteilen. Im Zeitalter des Internet haben sich sowohl die Anwender, als auch die Anwendungen und die entsprechenden Berechtigungen vervielfacht – ihre manuelle Pflege durch einzelne Administratoren war schlicht nicht mehr möglich. Insbesondere gehört die FAU mit ihren gewachsenen Strukturen zu den heterogensten Universitäten: Zentrale und dezentrale Dienste stehen somit unterschiedlichsten Studierenden, Mitarbeitern und Gästen zur Verfügung, wobei nicht selten ein Benutzer nur einer Anwendergruppe angehört. Studierende können gleichzeitig studentische Hilfskräfte sein, Promovenden auch Mitarbeiter an einem Lehrstuhl. Im Laufe des universitären Lebenszyklus mögen die Rollen auch wechseln: Studierende werden zu Mitarbeitern, zu Dozenten, zu Promovenden und schließlich eventuell auch zu Professoren. Bei jeder Zugehörigkeit zur Universität entstehen unterschiedliche Berechtigungen auf unterschiedliche Ressourcen. Ein professionelles eigenentwickeltes Identity Management-System, dass all diesen Herausforderungen gewachsen ist, wurde an der FAU im Jahr 2006 etabliert und wird seitdem von einem RRZE-eigenen Entwicklerteam betrieben und weiter ausgebaut.

Referenten: Dipl.-Math. Gert Büttner, Dipl.-Inf. Frank Tröger

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